Aktionswoche “Plankton statt Plastik“

Die Aktionswoche “Plankton statt Plastik“ wurde von den Gästen und Einheimischen gut angenommen, unser Verein New Ocean Project e.V. beteiligte sich an einer Kooperation verschiedenster Veranstalter im Nordseebad Carolinensiel.

Wenn wir jetzt Mal auf die Aktionswoche zurückschauen und Revue passieren lassen, hatte sich die Aktionswoche wirklich gelohnt. Wir haben den Gästen und Einheimischen gezeigt, warum das Problem Plastikmüll uns alle angeht und was wir in Zukunft besser machen können. Auch zeigten wir in der Aktionswoche genügend Alternativen zu Plastik, wobei niemand auf was verzichten muss. Das Erstaunen war teilweise wirklich groß.

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Wenn wir jetzt handeln, dann können wir es noch schaffen die Zukunft für die kommenden Generationen lebenswerter zu gestalten. Es liegt zum Teil auch an uns, was wir aus der Zukunft machen. Wir müssen nur unsere Lebensgewohnheiten etwas ändern und endlich die Politik und Wirtschaft auf die Missstände hinweisen und laut werden.

Denn wenn wir nichts tun und immer nur zu allem Ja und Amen sagen, wird sich in Zukunft auch nichts ändern. Wir müssen aufstehen und laut werden, damit unser Anliegen auch von den gehört wird, die es eigentlich nicht hören wollen. Tun wir aber nichts und schauen nur zu, wie wir ins Verderben rennen, werden wir nicht viel ändern können.

Mann sieht ja, wenn sich die Bevölkerung wehrt und den Mund aufmacht, kann sich was ändern, denn es liegt auch zum Teil in unserer Hand, ob wir ihr Spiel mitspielen oder nicht.

Wie einige gute Beispiele in dieser Woche wieder zeigten, können wir was verändern, in dem wir Alternativen nutzen, dann geht es auch anders. Zugegeben wir stecken noch in den Kinderschuhen und haben noch genügend Luft nach oben.

Wenn wir aber in Zukunft alle an einem Strang ziehen, dann können wir die Wende zum Guten schaffen.

Ihr Team von New Ocean Projects & New Ocean Project e.V.

Hier noch eine Zusammenfassung der Plastikaktionswoche.

Die Aktionswoche wurde am Montag feierlich durch den Kurdirektor von Carolinensiel Kai Koch von der Nordseebad GmbH Carolinensiel mit der Ausstellung “Bedrohte Ozeane“, von unserem Verein New Ocean Project e.V. im Kinderspielhaus der Cliner Quelle in Carolinensiel eröffnet.

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Als erste Gäste begrüßten wir die Grundschüler der Klasse 2. von der Marie Ulfers Grundschule Carolinensiel, die Kooperationspartner der Aktionswoche wie das Team vom Nationalparkhaus Carolinensiel, das Team der Nordseebad GmbH Carolinensiel, das Team vom BUND Ortsgruppe Carolinensiel, der Ortsvorsteher aus Carolinensiel, die Presse u.v.m.

Mit Freude wurde die Ausstellung angenommen und es wurde viel gestaunt. Wir zeigten in der Ausstellung aber nicht nur die faszinierende Unterwasserwelt der Meere, sondern auch die Schattenseiten wie Plastik im Meer, Rohstoffgewinnung aus dem Meer, das Problem der Überfischung sowie die Versauerung der Meere.

Unser Vorstand führte die Schüler zusammen mit den übrigen Gästen und der Presse durch unsere Ausstellung, wobei wir uns gleich über die verschiedensten Themenbereiche austauschten und Fragen beantworteten.

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Zu den verschiedensten Themen gab es auch wieder informative Videos zu sehen, die die Problematik noch mal verständlich erklärten. Diese Videoclips sagten mehr als tausend Worte. Hier bedanken wir uns noch bei Andresa Tanner für seinen Videoclip: I’ts a plastic world, so wie bei Uli Henrik Streckenbach für seine Videoclips: Überfischung der Meere, Let’s Talk About Soil, Better Safe Soil und Peseta. Vielen Dank!

Weitere Infos siehe Links:

It’s a plastik world von Andreas Tanner

Überfischung der Meere, Better Safe Soil, Let’s Talk About Soil, Peseta von Uli  Henrik Streckenbach

Großes erstaunen und große Augen gab es ebenso beim Thema: Faszination Meer, hier bestaunten die Schüler und Gäste wieder die Artenvielfalt der Meere und dessen wunderbare Schönheit. Die faszinierenden Unterwasseraufnahmen vom Meeresbiologen und Unterwasserfotograf Uli Kunz hatten jeden Besucher in den Bann gezogen, egal ob groß oder klein.

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Im Hintergrund spielten wir noch verschiedenste Unterwassergeräusche mit ein, wobei viele Gäste gedanklich in die verschiedensten Bilder förmlich eintauchten und ihnen ein Lächeln in ihre Gesichter zauberten.

Hier bedanken wir uns auch herzlich bei Uli Kunz und seinen Bildern.

Weiter Infos siehe Link: Bilder Uli Kunz

Oben auf unserer Leseterrasse gab es interessante sowie informative Lektüre vom Mare Verlag, wie zum Beispiel Ausgaben der Zeitschrift Mare und verschiedene Ausgaben vom World Ocean Review.

Diese informativen Hefte können auch kostenlos im Internet siehe Link bestellt werden. world ocean Review

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Des Weiteren gab es dort auch wunderschöne Unterwasseraufnahmen von Martin Zubler zu sehen. Auch dort konnte man wieder kurz abtauchen und sich von den Unterwasseraufnahmen in den Bann ziehen lassen und die Meere auf eine ganz andere Art kennenlernen. Hier bedanken wir uns wieder bei Matin Zubler für die tollen Aufnahmen.

Weitere Infos siehe Link: Planet Tauchen

Im Bereich Alternativen zu Plastik gab es eine Vielzahl von Informationen und Infomaterial wie Bücher oder Infoblätter und viel Praktisches zu sehen, wie jeder selbst Alternativen umsetzen kann, ohne gleich auf was verzichten zu müssen. Hier konnten sich die Gäste überzeugen, dass man nur ein wenig umdenken muss und es genügend Alternativen zu Plastik im Alltag gibt.

Am Ende unseres Rundgangs durch die Ausstellung durften die Kinder der 2. Klasse von der Marie Ulfers Schule die Fenster im Ausstellungsgebäude mit Unterwassermotiven bemalen, wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt waren. Das Resultat kann sich wirklich sehen lassen. Hier bedanken wir uns auch bei den kleinen Künstlern für ihre Kunstwerke.

Am Dienstag hieß es auf dem Wochenmarkt „Alternativen zum herkömmlichen Einweggeschirr“

Hier konnten die Besucher des Marktes am alten Museumshafen in Carolinensiel sehen, dass es auch hier wieder Alternativen gibt. Das Team vom Nationalparkhaus sowie das Team vom BUND-Carolinensiel, boten auf dem Markt verschiedenste Produkte zum Kauf an, welche eine gute Alternative zu Plastik im Alltag sind.

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Ob es der Brotbeutel aus Leinen war, die Trinkflasche aus Glas, der alt bewerte Stoffbeutel, kleine Strandaschenbecher, die verhindern sollen, das die Zigarettenstummel am Strand liegen gelassen werden oder die Frischhaltefolie aus Bienenwachs, es gab ein vielseitiges Angebot an Produkten.

Eine mal ganz andere Alternative überlegten wir uns für die Imbissstände. Wir wollten dieses mal auf Plastikgeschirr und Plastikbesteck so gut es geht verzichten. Als wir in der Kooperationsgemeinschaft diese Aktionswoche planten, gab es anfangs Zweifel, ob wir diese Aktion überhaupt umsetzen können. Es war zwar nicht so einfach, aber wir haben es geschafft und es hat geklappt.

Die Gäste und Besucher wurden im Vorfeld informiert, das wenn sie ihr eigenes Geschirr und Besteck selber mitbringen, dann bekommen sie ein Rabat auf ihre Speisen. Die Gäste oder Besucher, die nicht die Möglichkeit dazu hatten eigenes Geschirr oder Besteck mitzubringen, konnten sich direkt vor Ort richtige Teller und normales Besteck aushändigen lassen.

Möglich war das aber nur mit der Hilfe von unseren Mitstreitern und den Schülern der BBS Wittmund. (Berufsbildenden Schulen in Wittmund) Die Schüler hatten die schmutzigen Teller und das Besteck nach dem Benutzen wieder zurückgenommen und sie in einer selbst gebauten Waschstraße gereinigt.

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Eine coole Idee und wenn man überlegt wie viel Plastik bei dieser Aktion eingespart wurde, ist es ein großer Erfolg um Plastikmüll zu vermeiden. Die Idee wurde von den Gästen und Besuchern übrigens richtig gut angenommen.

Auch das Bild auf dem Markt und drum herum sah wirklich lustig aus. Hier und da sah man Gäste oder Einheimische mit ihrem eigenen Geschirr oder Schälchen in Richtung Imbissstände über den Markt schlendern, was für ein cooles Bild. Und wieder sieht man an diesem Beispiel, das es auch anders geht.

Der Mittwoch stand ganz für das Thema: Wattwanderung “Plastik im Watt“ und der “Unverpackt-Laden“ im Kapitänshaus

Das Team vom Nationalparkhaus Carolinensiel führte eine interessante Wattwanderung am Strand von Harlesiel durch. Bei dieser wunderbaren Wattwanderung konnten die Gäste den sensiblen und für uns wichtigen Lebensraum Wattenmeer kennen und spüren lernen. Die Gäste lernten, wie wichtig der Schutz dieser einzigartigen Lebensräume und der Schutz des Weltnaturerbe Wattenmeer für uns alle ist.

Hier gab es eine Vielzahl faszinierender Flora und Fauna zu beobachten, aber auch die Schattenseiten wurden hier gezeigt. Zum Beispiel wurde gut erklärt, wenn wir als Strandbesucher unseren Müll einfach liegen lassen, was dann mit dem Müll passiert und wie gefährlich sowie schädlich dieser Müll für Tiere und Pflanzen im Watt werden kann.

Der Müll, der gefunden wurde, wurde gleich mit eingesammelt und sachgerecht entsorgt.

Im Kapitänshaus das zum Sielhafenmuseum gehört, gibt es einen kleinen Museums Tante Emma Laden wie der eine oder andere vielleicht noch von früher kennt. Dort nutzten wir die Gelegenheit für einen kleinen Unverpackt-Laden, wo die Schüler der Marie Ulfers Grundschule aus Carolinensiel unverpackte und alternativ verpackte Waren zum Kauf anboten. So erweckten die Schüler den Laden für kurze Zeit im Rahmen der Aktionswoche, wieder zum Leben.

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Die Schüler hatten reichlich Spaß und Freude daran, den kleinen Laden zu führen. Der Tante Emma Laden wurde von den Gästen und Einheimischen gut angenommen, dank der guten Gaben vom Bio-Vitaminkorb Alfred Iken in Carolinensiel. Zeitweise fühlte man sich dort durch die tolle Atmosphäre, Jahrzehnte in der Zeit zurückversetzt.

Am Donnerstag hieß es: Workshop zur Herstellung von Seifen, Deos, Creme und vielem mehr, während unserer Ausstellung in der Cliner Quelle.

Das Team von der Nordseebad GmbH Carolinensiel und das Team von unserem Verein New Ocean Project, zeigten den Gästen wie einfach es ist sich Kosmetik, Seifen und Haushaltsreiniger selber herzustellen.

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Viele denken so manches Mal, das es fast unmöglich ist, vernünftige und funktionierende Kosmetik herzustellen, aber bei unserem Workshop konnten wir die Gäste vom Gegenteil überzeugen. Man braucht auch keine Hexenküche um Kosmetik herzustellen. Es reichen meist nur wenige und gesunde Zutaten und im Handumdrehen sind verschiedenste Kosmetika, Shampoos oder Seifen in nu fertig.

Beim Workshop wurden die Gäste über Alternativen zu Plastik im Haushalt und Alltag umfangreich beraten und konnten gleich einige Dinge ausprobieren. Großes erstaunen gab es immer wieder, wie einfach doch die Herstellung sein kann und das es genügend Alternativen gibt. Hierbei klärten wir die Gäste auch gleich auf, dass wir Plastik nicht komplett verbannen wollen, sondern nur in gewissen Bereichen reduzieren können und sollten.

Am Freitag zeigten die Schüler der Marie Ulfers Grundschule in Carolinensiel, was sie zum Thema Plastik in dieser Aktionswoche ausgearbeitet haben.

In der Schule gab es viele Alternativen zu sehen, wie man Plastik im Alltag vermeiden kann. Die Schüler arbeiteten viele interessante Dinge aus und präsentierten den Besuchern in der Schule ihre Arbeit auf Schautafeln und anhand von Anschauungsmaterial. Hier konnten die Besucher sehen, wie ehrgeizig die Schüler diverse Themen ausarbeiteten und sich interessiert mit diesem Thema auseinandersetzten. Echt klasse und ein großes Lob unsererseits.

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Kinder sehen Dinge meistens mit ganz anderen Augen als wir Erwachsene und haben viele gute Ideen, was die Zukunft angeht. Vielleicht sollten wir doch so manches Mal, mehr auf unsere Kinder und deren Ideen hören und ihnen mehr Beachtung schenken.

Am Samstag dem letzten Tag in der Aktionswoche und gleichzeitig der “Internationale Coastal Cleanup Day“, ging es zum Müllsammeln an den Strand von Harlesiel mit anschließender Filmvorführung.

Am Strand von Harlesiel teilten wir uns in kleine Gruppen auf und sammelten alles, was wir finden konnten. Leider sammelten wir wieder so viel Müll auf, das wir, damit gut fünf blaue Müllsäcke befüllen konnten. Der größte Anteil vom Müll war wieder Plastik.

Nach der Sammelaktion bei ostfriesischem Wetter mit Sonne, Wind und kurzen Schauern, gab es eine leckere Stärkung für die fleißigen Helfer im Restaurant Wattkiecker direkt an der Strandpromenade.

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Anschließend begaben wir uns zusammen mit vielen Gästen ins Gemeindehaus der Kirchengemeinde von Carolinensiel, wo wir den Film von und mit dem Surfer Mario Rodwald „Plastik in jeder Welle – Müllhalde Meer“ vorführten, mit anschließender Podiumsdiskussionsrunde mit Vertretern verschiedenster Institutionen.

Mit dabei waren unter anderem, Schüler der BBS Wittmund, der Regionalleiter des OOWV, Vertreter vom BUND, Vertreter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und eine wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Meeresschutzbüro in Bremen.

Nach der Filmvorführung wurde umfangreich mit den Gästen diskutiert, was die Probleme von Plastikmüll im Meer angeht und wo wir ansetzen müssen, um einen Wandel zu erreichen. Wir konnten aber auch in dieser Aktionswoche sehen, das ein Umdenken in der Bevölkerung schon zu erkennen ist.

Auch hat sich in dieser Aktionswoche gezeigt, dass wenn wir alle zusammenhalten und arbeiten, dadurch viel mehr erreicht werden kann.

Nun müssen wir nur noch die Politik, so wie die Konzerne davon überzeugen, dass es auch anders geht. Es gibt genügend Alternativen, es ist nur eine Frage des guten Willens diese auch umzusetzen.

Alles im allem war diese Aktionswoche eine gelungene Woche mit viel positiver Resonanz, was uns ermutigt, weiter zu machen. Darüber hinaus planen wir für das kommende Jahr 2019 eine zweite Auflage dieser Aktionswoche.

Hiermit bedanke ich mich noch bei allen Mitstreitern der Plastikaktionswoche für diese gute Zusammenarbeit und sage im Namen unseres ganzen Teams von New Ocean Project e.V. und New Ocean Projects vielen Dank!

Zu guter Letzt hier noch die Organisatoren der Plastikaktionswoche „Plankton statt Plastik“ 2018.

Kirchengemeinde Carolinensiel – Bio-Vitaminkorb Alfred Iken Carolinensiel – New Ocean Project e.V. – New Ocean Projects – Sparkasse Leer/Wittmund – BUND Ortsgruppe Carolinensiel – Marie Ulfers Schule Carolinensiel – Wattkieker Harlesiel – BBS Wittmund – Nationalparkhaus Wattenmeer Carolinensiel – Deutsches Sielhafen Museum Carolinensiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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