Bedrohte Ozeane!

Seit Jahren faszinieren Meere und Ozeane die Menschen auf der ganzen Welt, sie sind nicht nur Lebensraum und Nahrungsquelle, nein sie sind unsere Lebensgrundlage. Ohne Meere würden und können wir nicht existieren.

Es hat Millionen Jahre gedauert, bis sich dieses Ökosystem Meer so aufgebaut und angepasst hat, wie wir es heute kennen, alles hat hier sein Platz an der richtigen Stelle. Es ergibt alles einen Sinn, auch wenn es manchmal nicht so scheint. Es ist ein Zusammenspiel, was es kein zweites Mal in unserem Universum gibt und genauer arbeitet als ein Schweizer Uhrwerk.

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Viele finden Urlaub am Meer ist der größte Höhepunkt im Jahr, man findet dort Erholung und den inneren Frieden, den so viele von uns vermissen. Einfach am Strand stehen vor den ewigen Wellen bis zum Horizont hinausschauen und die Seele baumeln lassen und einfach nur entspannen. Im Meer baden oder seine Ruhe finden vom alltäglichen Stress. Das Meer ist für viele Erholung und Sehnsucht zu gleich.

Im 19. Jahrhundert wurden die Meere und Küsten erst so richtig wahrgenommen. Man sprach den Meeren eine heilende Wirkung und sogar Heilkräfte nach. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich auch das therapeutische Baden. An vielen Küsten entstanden somit die ersten Bade und Kurorte, und sie bekamen so eine ganz andere Bedeutung.

 

Viele suchen im Meer Heilung für die Seele, viele suchen am Meer zunehmend die Selbstreflexion oder die Selbstfindung. Es hat lange gedauert, bis wir Menschen überhaupt die Zentrale Bedeutung der Ozeane verstanden haben.

Die Ozeane spielen aber eine ganz wichtige Schlüsselrolle für unser Weltklima, und die Zukunft aller Menschen hängt von den Ozeanen und Meeren ab, denn sterben die Ozeane, so sterben auch wir.

Wie wichtig der Schutz der Ozeane und Meere ist, wollen wir hier in ein paar Themenpunkten versuchen zu beschreiben. Es ist nicht nur der Plastikmüll, der momentan in aller Munde ist, sondern die Summe aller Dinge, die unsere Lebensgrundlage bedroht. Es gibt eine Vielzahl von Themen, über die wir berichten könnten, wir hätten bestimmt an die tausend Seiten zusammengetragen, aber das würde den Rahmen doch sprengen.

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  Unsere Themen:

  1. Versauerung der Meere
  2. Abfälle im Meer
  3. Überfischung der Meere
  4. Rohstoffgewinnung aus dem Meer
  5. Anstieg des Meeresspiegels
  6. Atommüll im Meer
  7. Was können wir ändern? Was ist die Lösung?

Versauerung der Meere!

 

Den Klimawandel und den daraus resultierenden Veränderungen können wir ganz gut in unseren Meeren an den Korallen beobachten. Sie reagieren so empfindlich auf Temperaturschwankungen, Versauerung und auf andere Einflüsse, wie kaum ein anderes Lebewesen. Leider fallen sie dem Klimawandel als erstes zum Opfer. Ein Drittel das vom Menschen ausgestoßene CO2 wird von den Meeren aufgenommen und dort im Wasser gespeichert, aber eine höhere Konzentration von CO2 im Wasser, lässt aber auch den pH-Wert im Wasser extrem sinken.

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Das hat wiederum zu Folge, das die Meere saurer werden und verhindert so den Aufbau der Kalkskelette von Korallen, Muscheln, Seesterne und vielen anderen Arten. Im Moment haben wir leider einen sichtlichen Trend in Richtung Versauerung der Meere. Durch unseren übermäßigen Ausstoß von CO2 in die Atmosphäre bilden sich jedes Jahr, Milliarden Tonnen von Kohlensäure in unseren Meeren, was dazu führt, dass der Säuregehalt der Meere um 30 Prozent zunimmt.

Doch eins sollte uns klar sein, wenn wir den übermäßigen Ausstoß von CO2 nicht stoppen, ist der Wandel nicht mehr aufzuhalten. Ist die Grenze erst einmal überschritten, gibt es kein zurück mehr. Dieser Zustand wird sich in den nächsten kommenden Millionen von Jahren nicht wieder ändern. Noch sind die Meere nicht so sauer, aber wir sind auf den besten Weg dort hin.

Würde der pH-Wert in Zukunft weiter sinken und dadurch eine Veränderung in der Nahrungskette verursachen, hätte dieses unvorstellbare Auswirkungen. Denn in den letzten 20 Millionen Jahren Erdgeschichte gab es noch nie eine so rasante Veränderung wie heute.

Was Millionen Jahre funktioniert hat, schafft der Mensch in einem Jahrhundert zu zerstören.

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Es ist die Geschwindigkeit, mit der sich unsere Meere verändern und die Lebewesen haben keine Chance sich daran zu gewöhnen! Wir setzen ein Mechanismus in Bewegung, ohne die Folgen abschätzen zu können!

Doch was kaum einer weiß ist, dass dank der Ozeane, bis heute ein radikaler Anstieg, der Temperatur und somit ein radikaler Klimawandel verhindert wurde, indem die Ozeane im Wasser nicht nur die Wärme speichern, sondern auch gewaltige Mengen CO2.

Dies geschieht aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Wir sollten diese Grenze besser nicht überschreiten. Doch aktuelle Studien zeigen bereits eine Überlastung der Meere. Die Aufnahmekapazität der Meere hat in den letzten Jahren um bis zu 10 Prozent abgenommen, die Meere verändert sich, aber leider zum negativen.

Auf unserer Erde sind schätzungsweise nur noch 4 Prozent der Weltmeere vom Menschen unberührt. Besonders gestresst sind die Meere, in den Gebieten, in dem viele Menschen leben, wie in Europa oder Asien. Aber auch die Nordsee zum Beispiel ist eines der betroffensten und gestressten Meere überhaupt, gefolgt von der Ostsee dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer.

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Das gleiche gilt für die europäischen Meere, auch sie sind stark belastet, denn wo viele Menschen leben, gelangen auch viele Schadstoffe ins Meer. Zum einem über die Atmosphäre, über Flüsse, durch den Tourismus, durch den Schiffsverkehr und durch die Industrie. Auch die in der Landwirtschaft eingesetzten Phosphate und Düngemittel gelangen über Felder ins Oberflächen- und Grundwasser, und von dort in Flüsse und letztendlich auch ins Meer.

Das gleiche geschieht mit einem Großteil unserer Abwässer, die Chemikalien und Reinigungsmittel enthalten, sie gelangen zum Teil ungeklärt in die Meere und bilden so ein ideales Nährstoffangebot für schädliche Algen. Bei einem Überangebot von Nährstoffen kommt es somit immer wieder zu einer bedrohlichen Massenvermehrung giftiger Algenarten.

Durch unsere Lebensweise fördern wir die Ausbreitung und Intensität der toxischen, oft giftigen Algenblüte und Algenarten. Es bleiben stinkende Gebiete zurück in dem kaum noch Leben existieren kann.

Abfälle im Meer!

 

Allein bei uns an der Nordsee gelangen jedes Jahr ca. 20.000 Tonnen Müll ins Meer Tendenz steigend, ein Großteil davon ist Plastikmüll, der nicht verrottet sondern durch verschiedenste Witterungseinflüsse in immer kleinere Teile zerfällt.

Ein großes Problem dabei ist, dass diese Teile später auch zu Mikro und Nanoplastik werden. Nehmen nun Fische diese kleinen Plastikteile auf weil sie es mit Futter verwechseln, gelangt Plastik auch so in die Nahrungskette und auf unseren Teller. Wer nun am Ende der Nahrungskette steht und welche Folgen es für uns später haben wird, brauche ich hier wohl nicht weiter zu erklären. Hinzu kommt, dass jedes Jahr Millionen von Lebewesen qualvoll an den Folgen von Müll im Meer sterben, unter anderem weil sie z. B. Plastik mit Nahrung verwechseln.

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Aber nicht nur der Plastikmüll ist das Problem, sondern die Summe aller Verschmutzungen.

Der Hauptverursacher ist der Mensch selbst. Ein Teil der Verschmutzung gelangt durch die Schifffahrt direkt ins Meer, ein anderer Teil durch den Tourismus, z. B. wenn Müll am Strand liegen gelassen wird, oder durch unbewusstes Handeln der Menschen, ein Großteil durch die Industrie, ein weiterer Teil durch vorsätzliches Entsorgen von Müll im Meer sowie durch unseren täglichen Konsum.

Wie man sieht, gibt es verschiedenste Ursachen wie der Müll ins Meere gelangt, aber wie zuvor schon gesagt, das Problem ist die Summe aller Dinge. Europas größtes Sorgenkind ist momentan das Schwarze Meer. Allein dort gelangen aus 17. Ländern Abfallstoffe ins Meer, mit fatalen Folgen.

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Messungen ergaben das die Konzentration von Nitraten, Phosphor und Pestiziden aus dem Donaubecken Rekordwerte erreichen. Die Abwässer von 10. Millionen Menschen belasten dort die Küstenregionen, hinzukommt das durch die Produktion von verschiedensten Produkten schätzungsweise ca. 100.000 Tonnen Erdöl und Schwermetalle über die Jahrzehnte bisher ins Meer gelangt sind.

Aber auch die Ostsee ist betroffen, in ihr gibt es die größte zusammenhängende sauerstofffreie Zone weltweit. Dies wird verursacht durch den Eintrag von Schadstoffen aus Industrie und der Landwirtschaft (z. B. Massentierhaltung) der umliegenden Länder. Geht dieser Trend so weiter, ist die Ostsee das erste wirklich Tote Meer auf unseren Planeten und irgendwann werden wir intakte Meeresbiotope nur noch in Aquarien oder Museen bestaunen können.

Der heutige Zustand der Ostsee und des schwarzen Meeres, sagt viel über unsere Zukunft aus. Es liegt an uns, ob wir was ändern oder nicht!

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Kommen wir noch mal zum Thema Plastikmüll, jährlich gelangen ca. 8. bis 10. Millionen Tonnen Plastikmüll in unsere Meere. Geht der Trend auch hier so weiter wie bisher, schwimmen ab dem Jahr 2050 mehr Plastikteile im Meer, als Fische.

Täglich wird an unseren Küsten viel zu viel Plastikmüll angespült. Aber dies ist nur ein Bruchteil dessen, was wirklich im Meer schwimmt, sozusagen die Spitze vom Eisberg. Auch an unseren Küsten wie der Nord- und Ostsee wird täglich Plastikmüll angeschwemmt. Was aber kaum jemand weiß bzw. mitbekommt, ist das, das in den frühen Morgenstunden, wenn die Touristen noch schlafen, die Strände mit Hilfe von Maschinen oder mit bloßer Hand gereinigt werden müssen, damit die Strände morgens für die Urlauber schön sauber aussehen.

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Aber ein Großteil des Plastikmülls, den wir augenscheinlich nicht wahrnehmen oder sehen können, wird durch verschiedenste Meeresströmungen erfasst und gelangt so in riesige sogenannte Müllstrudel.

Auf seiner Reise in den verschiedensten Strömungen und in den sogenannten Müllstrudeln ist der Plastikmüll den verschiedensten Einflüssen wie z. B. Sonnenlicht, Wind, Salzgehalt, mechanische Einwirkungen oder Druck ausgesetzt, wobei der Plastikmüll dadurch in immer kleinere Teile zerfällt.

Ein weiteres großes Problem ist, dass die Meeresbewohner Plastik und Mikroplastik von natürlicher Nahrung kaum unterscheiden können, oft wird es mit Plankton oder anderem Futter verwechselt, nehmen Tiere es nun aber fälschlicherweise auf, verhungern sie meist qualvoll mit vollen Plastikmägen oder sterben an der Toxizität des Plastiks, da Plastik die Giftstoffe aus dem Wasser wie ein Magnet an sich zieht und speichert.

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Nehmen Speisefische die kleinen Plastikteile auf, gelangt so Plastik auch in unseren Organismus. Wir sollten also nicht vergessen, dass wir es sind die am Ende der Nahrungskette stehen.

Auch das in der Kosmetikindustrie verwendete Mikroplastik verschmutzt unsere Meere erheblich und wird von vielen Fischen, unter anderem auch von Speisefischen aufgenommen und gelangt so über die Nahrung in unseren Körper.

Ich für meinen Teil bin auf Naturseife umgestiegen, und muss sagen, dass ich nichts bereue. Seife pflegt und reinigt genau so gut wie normales Shampoo, ist aber Hautverträglicher, es schont die Umwelt, ist nicht teuer und ich spare so jede Menge leerer Plastikdosen. Also eine reine Win-Win Situation.

Überfischung der Meere!

 

Ein wichtiger Bestandteil zum Erhalt der Meere ist, die Überfischung der Meere zu stoppen. Es wird heute viel über die Problematik von Plastik im Meer gesprochen, was natürlich ein riesiges Problem darstellt und auch ein wichtiges Thema ist, doch sollten wir auch die anderen Probleme nicht vergessen. Wenn wir uns die Thematik der Überfischung anschauen, bekommen wir erst einmal einen Einblick, wie wichtig auch dieses Thema für uns alle ist.

Leider haben die Meere keine Lobby, die sich für dessen Schutz einsetzt. Machen wir so weiter wie bisher, werden unsere Meere in wenigen Jahren vollkommen überfischt sein. Wir bedienen uns ohne Rücksicht auf Verluste und wir glauben, dass es ewig so weiter gehen kann.

Das ist aber ein Irrglaube. Die Konsequenzen werden wir in wenigen Jahren zu spüren bekommen. Schon heute können wir den schonungslosen Umgang mit unseren Meeren spüren. In den Auslagen der Märkte finden wir immer mehr Fischarten, die wir bis vor kurzen nicht kannten. Aber woran liegt das?

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Die Fischbestände der uns bekannten Arten sind so gut wie leergefischt. Das hat zur Folge das die Fischerei von den bekannten Fischgründen, in tiefere Meeresregionen ausweicht, wo vorher nie gefischt wurde, um überhaupt noch Speisefisch zu fangen. Mit fatalen Folgen für das Ökosystem Meer.

Der Grund für die Überfischung sind wir Menschen selbst, noch nie wurde so viel Fisch konsumiert wie in der heutigen Zeit. Denn Fisch, gilt als gesund, was ja auch im Grundsatz stimmt. Laut der FAO wurden allein im Jahr 2009 rund 145.000 Millionen Tonnen Fisch gefangen und verbraucht, dass sind ca. 17 kg Fisch pro Kopf im Jahr.

Davon stammt ein Drittel aus Aquakulturen und rund 80 Millionen Tonnen Fisch aus den Weltmeeren. Der Fang von frei lebenden Fisch nimmt stetig ab, allein über die hälfte der Fischbestände sind bereits überfischt. Jahrelang wurde mehr gefangen, als eigentlich nachwachsen kann, daraus resultiert, dass die Fangmengen jedes Jahr zurückgehen.

Um nur mal ein Beispiel zu nennen, um die Plünderung der Meere zu veranschaulichen, um 1900 gab es reiche Fischbestände vor Kanada und Europas Küsten, aber im Jahr 2000 ist in den Gebieten fast nichts mehr davon übrig, diese Gebiete sind so gut wie leergefischt.

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Geht es so weiter, wird es in 50 Jahren keine ausreichenden Speisefischbestände mehr geben. Der Kollaps kündigt sich bereits an, durch die massenhafte Ausbreitung von giftigen Algenarten und Quallen, die wiederum keine natürlichen Fressfeinde mehr haben. Das hat fatale Folgen für das komplette Ökosystem Meer und für uns Menschen.

Auch in Europa sind viele Regionen bereits überfischt, doch die hiesige Fischereilobby bremst immer wieder die Umweltschutzverbände aus, da es um die 400.000 Arbeitsplätze geht. O.k. keine Frage Arbeit braucht jeder, um sein Lebensunterhalt zu bestreiten, aber wenn man sich selbst das Wasser abgräbt und nicht nachhaltig überlegt und handelt, dann schaffen sich die Fischer bald selbst ab und werden durch ihr eigenes Fehlverhalten arbeitslos.

Noch ein gutes Beispiel sind die Küsten von Afrika, eine weltweite Fangflotte fischt seit Jahren dort die Fischgründe leer, dass Resultat, es gibt immer weniger Fisch für die einheimischen Fischer vor Ort. Sie haben auch keine Chance etwas gegen die großen Trawler zu unternehmen, oder sich zu wehren, mit ihren kleinen Fischerbooten. Alles was ihnen bleibt, sind leere Netze und die Hauptnahrungsquelle wird ihnen entzogen. Daraus resultiert sich, dass ein Teil der Menschen entweder sich radikalisiert und Schiffe kapert oder sie begeben sich auf die Flüchtlingsroute nach Europa, um zu überleben.

Die weltweite Fischereipolitik lässt auch zu, dass 90 Prozent der Fischbestände überfischt sind. Ein weiteres Problem sind die viel zu großen Fischfangflotten, die nicht nachhaltig fischen und das alljährliche Geschachere um die Fangquoten.

Der Kabeljau zum Beispiel befindet sich seit Jahrzehnten weit unter der empfohlenen Bestandsgröße und gehört zu den gefährdeten Arten, sowie der Rotbarsch, der Thunfisch, der Hering und die Makrele. Das die Bestände sich nicht erholen können, liegt auch oft an den modernen und riesigen Schleppnetzen, sie fischen quasi unsere Meere leer.

Auch die Fangquoten und das Verbot Fische, die zu klein sind zu verarbeiten, haben dazu geführt das große Mengen des Beifangs einfach wieder tot ins Meer geworfen werden. Allein im Jahr 2008 hatte man so viel Kabeljau tot ins Meer zurückgeworfen, wie man zum Fang freigegeben hatte, weil sie die Mindestgröße nicht erreicht hatten.

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Ab 2013 sollte es eine Reform in der Fischereipolitik der EU geben, geplant wurden bessere Kontrollen des Fangs durch Videoüberwachung der Schiffe, das Verbot von Rückwurf und jeder Fang sollte auf die Quote angerechnet werden. Des Weiteren sollte es selektive Fangmetoden geben, mit Netzen die es Jungtieren und nicht gewählte Arten das Durchschlüpfen erleichtern sollten. Aber geholfen hat das alles wenig.

Der Schutz der Fischbestände darf nicht länger denen überlassen werden die kurzfristig davon profitieren!

Es ist natürlich schwierig weltweite Regelungen durchzusetzen, aber es ist unabdingbar, damit wir und kommende Generationen auch morgen noch Fisch essen können, damit sich das Ökosystem erholen kann und das die Fischer von heute auch noch in den nächsten Jahren ihren Job behalten.

Aufgrund der zunehmenden Probleme setzt die Fischerei zusätzlich auf Aquakulturen. Grundsätzlich eine gute Alternative, doch auch diese Methode bringt Probleme mit sich.

Nehmen wir den Pangasius, der in Vietnam gezüchtet wird. Die Zucht verursacht gravierende Umweltschäden, durch die Massentierhaltung auf kleinsten Raum verwandeln sich die Gewässer in giftige Dreckbrühen. Durch die Verschmutzung des Wassers und Stress werden die Tiere schnell anfällig für Krankheiten, die dann wiederum mit Antibiotika und Chemikalien bekämpft werden müssen. Und wer isst diesen Fisch dann? Wir!

Eine bessere Haltung wird in Norwegen umgesetzt, dort achtet man auf sauberes Wasser und auf eine artgerechte Haltung, doch leider gibt es hier auch das ein oder andere Problem. Denn die meisten Fische die in Aquakultur gezüchtet werden ernähren sich naturgemäß selbst von Fisch. So müssen also für ein Kilo Zuchtlachs zwischen 3 bis 5 Kilogramm Lebendfisch verfüttert werden, welcher wiederum aus dem Meer gefangen wird.

So trägt leider auch die Aquakultur zur Überfischung der Meere bei. Es ist grundsätzlich eine gute Chance die Bestände zu schonen, aber wir müssen auch dort nachhaltiger, umweltschonender und artgerechter mit den Fischbeständen und unseren natürlichen Ressourcen umgehen.

Gutes Fischereimanagement ist eigentlich eine Win-win Situation, denn geht es den Fischbeständen gut, so geht es auch den Fischern gut. Also müsste es doch im Interesse aller sein, ein gutes Fischereimanagement zu betreiben. Die gute Nachricht ist, dass Neuseeland, Kalifornien und Alaska daraus gelernt haben und auf nachhaltige Fischerei umgestiegen sind. Und es funktioniert!

Es müsste auch viel mehr Schutzgebiete geben, in den sich die Fische zurückziehen können und wo nicht gefischt wird. An Land gibt es 10-mal mehr so viele Schutzgebiete als im Meer, obwohl über zwei Drittel der Erdoberfläche vom Wasser bedeckt ist. Aber nicht nur zur Erholung der Fischbestände sind diese Schutzgebiete so wichtig, sondern auch für die Artenvielfalt, damit sich diese weiterentwickeln kann. Auch die Fangmengen die alle zwei Jahre beschlossen werden, müssen nachhaltiger werden und wir sollten keine Jagt, bis zum letzten Fisch betreiben.

Rohstoffgewinnung aus dem Meer!

 

Dass wir in der heutigen Zeit so viele Rohstoffe verbrauchen wie nie zuvor, verdanken wir unseren technischen Aufschwung, den heutigen Wohlstand und den daraus folgenden Massenkonsum. Wir konsumieren als gebe es kein Morgen mehr.

Uns wird eingebläut, dass wir immer das Beste und das Neuste haben müssen und jedem Trend hinterherlaufen sollen und wir sind teils so blauäugig und glauben dass noch. Hinzu kommt, dass viele Elektrogeräte nur eine sehr kurze, teils mit Absicht verkürzte Lebenszeit aufweisen und meist nicht mehr repariert werden können. Wenn doch, dann sind die Ersatzteile meistens so teuer, dass sich eine Reparatur nicht lohnt und man praktisch gezwungen wird, die Geräte neu zu kaufen. Doch auf wessen Kosten?

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Es ist nicht nur die Natur und die Umwelt, die darunter zu leiden hat, nein auch Millionen von Menschen, die unter menschenunwürdigen Zuständen ausgebeutet werden. Wo Kinder in Minen schuften, mit fatalen Folgen für ihre Gesundheit, und alles nur, weil sie billiger sind, sich nicht wehren können oder dazu gezwungen werden, damit wir in den westlichen Staaten im Überfluss leben können und auf nichts verzichten zu müssen.

Zum Beispiel wird uns vorgegaukelt das wir jedes Jahr, das neueste Handy haben müssen, weil es noch besser ist als das Vorgängermodell, oder man mit dem alten nicht mehr up to date ist. Auch werden wir täglich von neuen Angeboten überflutet. Doch die meisten von uns machen sich keine Gedanken, wie viele Rohstoffe und Edelmetalle eigentlich in nur einem Handy stecken. Wie viel kostbare Energie und Wasser verbraucht wird, um nur ein Handy herzustellen und wie viel Kinderarbeit in einem Handy steckt. Doch das alles interessiert uns nicht, wir konsumieren auf Teufel komm raus und ohne Rücksicht auf Verluste.

Jeder Einzelne von uns Konsumenten verbraucht in seinem Leben durchschnittlich ca. 2 Tonnen Kupfer und ca. 700 kg Zink. Allein in einem Handy stecken 30 verschiedene Metalle und Erden, die unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut werden, und somit direkt zur Verschmutzung der Ozeane beitragen.

Da die Vorräte von edlen Metallen und Erden an Land langsam dem Ende entgegen gehen, bedient man sich allmählich der Tiefsee und führt dort den Tiefseebergbau durch, mit gravierenden Folgen für das Ökosystem Meer. Die Folgen sind bis dato noch gar nicht abschätzbar. Dieser Eingriff in das Ökosystem Tiefsee, welches wir noch nicht einmal zu 10 Prozent erforscht bzw. topografisch vermessen haben, ist einer der größten Fehler den wir tun.

Eines ist bereits aber erwiesen und erforscht, dass sich in der Tiefsee, aufgrund der Verhältnisse die dort unten herrschen, sich alles sehr langsam entwickelt. Was dort zerstört wird, regeneriert sich sehr, sehr lange nicht!

Durch die Rohstoffgewinnung im Meer führen wir unseren Meeren einen erheblichen Schaden zu. Auch diese Schäden muss das Meer erst wiedereinmal verkraften. Stellt sich nur die Frage, wie lange die Meere das noch aushalten, bevor der Kollaps einsetzt. Auch mit der Katastrophe im Golf von Mexiko wurde wieder einmal klar, dass Ölbohrinseln eine Hochrisikotechnologie sind.

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Allein die ca. 450 Gas und Ölplattformen in der Nordsee leisten zwar einen beachtlichen Beitrag zur Energieversorgung, allerdings zu einem sehr hohen Preis für die Umwelt. Bis 2007 kam es laut der Paris – Oslo Konvention, zu 515 Ölunfällen. Bis dahin flossen ca. 40.000 Tonnen Öl ins Meer, davon allein 9.600 Tonnen durch den alltäglichen Förderbetrieb. Unser stetig steigender Energiehunger setzt die Meere zusätzlich unter Stress, von den geplanten Abbau der sogenannten Manganknollen noch gar nicht erst zu sprechen.

Anstieg des Meeresspiegels!

 

Das in absehbarer Zeit die Meeresspiegel steigen werden, können wir nicht mehr leugnen, dafür ist es zu spät. In den letzten 100 Jahren ist der Meeresspiegel um ca. 20 cm gestiegen, Tendenz weiter steigend.

Man könnte meinen, das 20 cm nicht viel sind, aber das täuscht. Bereits in Indonesien, den Philippinen und den Maschal Inseln kommt es immer häufiger zu Überflutungen, sodass sich die Menschen die in diesen Regionen leben, sich auf das Festland oder in höher gelegene Regionen in Sicherheit bringen müssen. Das sind die Vorboten, für das was kommen könnte.

Der Anstieg des Meeres, ist aber aufgrund der unterschiedlichen Klimazonen die auf der Erde herrschen nicht überall gleichmäßig zu beobachten. Es sind eine Menge unterschiedlicher Faktoren die eine Rolle spielen, wie zum Beispiel die Dichte des Wassers, die Lage des Festlandes, die Temperatur, der Wind und die Strömungen, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen die Einfluss auf den anstieg des Meeresspiegels haben.

Eins sei aber auch hier noch zu erwähnen, Schwankungen in Bezug auf den Meeresspiegel gab es in der Erdgeschichte schon immer. In den Millionen von Jahren, die unsere Erde schon existiert, schwankte der Meeresspiegel ständig, geprägt durch verschiedenste Perioden wie Eiszeiten oder Warmzeiten. Zeitweise lag der Meeresspiegel bis zu 450 Meter höher im Bezug auf den heutigen Meeresspiegel. Das war in der Erdgeschichte alles normal, nur das diese Phänomene sich in Zeitabschnitten von Jahrmillionen abspielten und nicht wie heute in Jahrhunderten, aufgrund des menschlichen Handelns.

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Viele große Ballungsgebiete liegen direkt oder unmittelbar an den Küsten, wie Hongkong, Bangladesch, Tokio, Schanghai, Bangkok, Jakarta, Bremen, Hamburg, New York, New Orleans und die Niederlande usw. Doch durch den Anstieg des Meeresspiegels könnten Millionen von Menschen zu Klimaflüchtlingen werden, weil die Städte wohlmöglich vom Meer überspült werden.

Durch die globale Erwärmung schmelzen nicht nur die Gletscher und Polkappen ab, sondern es nimmt auch die Intensität von Stürmen wie Hurrikans, Taifune oder Orkane zu, aber nicht nur in der Stärke, sondern auch in der Häufigkeit in der sie auftreten. Die daraus resultierenden Sturmfluten richten somit immer größere Schäden an. Dass dieses Phänomen nicht mehr zu leugnen ist, hat uns die Vergangenheit ja leider oft genug gezeigt.

Kritiker werden jetzt aber wieder sagen, alles quatsch, Stürme gab es schon immer sowie die Schwankung des Meeresspiegels und der Temperatur, also alles nur bloße Panikmache. Aber das wir durch unser Handeln und durch unsere Lebensweise einen erheblichen Beitrag dazu leisten das sich vieles auf der Erde zum negativen wandelt, kann keiner mehr leugnen.

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Es gab im Laufe der Erdgeschichte diese natürlichen Schwankungen schon immer, aber nicht in diesem Tempo. Es dauerte Jahrtausende, bis sich eine Wende vollzog und die Natur und Lebewesen, konnten sich anpassen. Aber das was wir heute machen, bricht alle Rekorde. Wir verändern das Klima in einem Zeitraum von 500 bis 1.000 Jahren. Es ist die Geschwindigkeit mit der sich alles verändert und die Natur hat keinen Puffer mehr sich daran anzupassen.

Machen wir so weiter, gibt es bald keine natürliche Balance mehr und die ganze Angelegenheit kippt, aber nicht zu unseren Gunsten. Trotz alledem denkt der Mensch, er kann die Natur überlisten oder ist schlauer als sie, bis er eines besseren belehrt wird. Aber leider trifft es zuerst die, die nichts dafür können, nämlich die kommenden Generationen.

Wir sollten nicht Unmengen an Geld für die Rüstungsindustrie ausgeben, sondern für den Kampf gegen den Klimawandel. Tun wir es nicht, werden wir diesen Kampf, mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren!

Atommüll im Meer!

 

Es gibt noch ein wichtiges und oft vergessenes Problem, was unsere Weltmeere belastet, nehmlich der Atommüll. Ein Großteil davon stammt aus Kernkraftwerken, die zur Energiegewinnung genutzt werden. Früher hieß es immer so schön, Kernenergie eine saubere Energie, aber stimmt das wirklich?

Bis in das Jahr 1993 galt es noch als selbstverständlich das geringer und mittelradioaktiver Abfall aus den Kernkraftwerken oder der Medizin, in Fässern verpackt im Meer entsorgt wurde. Niemand von den Verantwortlichen hatte sich Gedanken gemacht, welche Gefahren über die Jahrzehnte hin, später auftauchen könnten. Zum Glück gab es einige Umweltschutzorganisationen, die sich dem Problem annahmen, bis letztendlich die Verklappung von mittel bis schwach radioaktiven Materials im Meer gestoppt wurde.

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Welche Auswirkungen diese Verklappungen in Zukunft für die Meere und für uns Menschen bringen wird, ist nicht abzusehen, auch nicht in welchem Ausmaß. Laut neusten Forschungsergebnissen sind ein Teil der Fässer mit radioaktiven Material, schon beschädigt oder so stark korrodiert, dass sie drohen auseinanderzufallen. Sozusagen eine tickende Zeitbombe. Auch hier müssen wir uns Gedanken machen, wie wir diese lauernden Gefahr am Meeresgrund beseitigen können, bevor es zu spät ist.

Ein richtiger Schritt war es schon, aus der Atomenergie auszusteigen, denn die Folgen für Mensch und Natur, die durch den so vermeintlichen sauberen Strom entstehen, sind bei falscher Hanhabe Extrem. Auch Störfalle sollten nicht missachtet werden, denn auch die Technik macht manchmal Fehler oder versagt. Es gibt eben keine 100-prozentige Sicherheit.

Auch Aufbereitungsanlagen für Atommüll sind nicht gerade die saubersten, was oft verschwiegen wird. Einigen Aufbereitungsanlagen wie denen in Großbritannien oder in Frankreich wird zu lasst gelegt, dass sie Industrieabwässer die bei der Aufbereitung entstehen, teilweise ins Meer ableiten. Mit schweren Folgen für Mensch und Natur, nicht nur in den umliegenden Gebieten.

Was Können wir ändern? Was ist die Lösung?

 

Jeder von uns trägt eine gewisse Verantwortung für sich selbst und für seine Mitmenschen. Uns sollte es nicht egal sein was wir tun, oder wie wir es tun. Wir sollten langsam mal aufhören egoistisch zu sein und grundlegend unser Verhalten ändern.

Denn alles was wir tun, hinterläst einen Abdruck, der noch Jahrzehnte später zu sehen sein wird. Wir spüren die Folgen vielleicht nicht gleich Morgen, aber durch unser heutiges Handeln legen wir die Bausteine für unsere Zukunft und die Zukunft der kommenden Generationen.

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Aber nicht nur wir, sondern auch die Politiker sind gefragt, sie müssen endlich handeln, sie müssen endlich die Konzerne in die Schranken weisen und zum Umdenken und handeln auffordern. Denn die Politiker sollen für uns Menschen da sein und nicht die Menschen für die Politiker.

Auch die illegale Entsorgung von Müll im Meer muss verboten werden, unser Konsum muss sich ändern, die Einwegprodukte müssen reduziert und durch Mehrweg ersetzt werden, sowie der Verzicht auf übermäßigen Plastikverpackungen und vieles mehr. Die Liste könnte unendlich lang sein, doch wo fangen wir an und wo hören wir auf?

Wenn jeder von uns schon bei sich selbst im kleinen anfängt und einen kleinen Beitrag leistet, dann haben wir einen Anfang schon geschafft.

Auch der Schutz der Fischbestände darf nicht länger denen überlassen werden, die kurzfristig davon profitieren. Wir müssen bewusster Essen und nicht verschwenderisch mit unseren Lebensmitteln umgehen, aber nicht nur bei Fisch, auch bei Fleisch und im Allgemeinen. Wir müssen wieder lernen Essen und Lebensmittel mehr wertzuschätzen, denn nichts ist selbstverständlich.

Auch wir als Verbraucher können was ändern, und zwar unser Konsumverhalten, wir sollten mit allen Dingen schonender und würdevoller umgehen und nicht verschwenderisch. Wir sollten öfters die Dinge hinterfragen wie zum Beispiel, wo kommen die Lebensmittel und das Essen überhaupt her, wie wurden es produziert usw. Unser Leben sollten wir auch wieder selbst in die Hand nehmen und wieder lernen, selbstständig Entscheidungen zu treffen und nicht uns das Leben und unsere Lebensweise von den Konzernen vorschreiben lassen.

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Wenn wir zum Beispiel Fisch kaufen, sollten wir wenigstens auf gewisse Labels achten die uns zeigen, dass der Fisch nach ökologischen Richtlinien aufgezogen wurde, gelebt hat und schonend gefangen wurde. Es gibt eine Menge an Labels, aus unserer Sicht haben wir mal die wichtigsten herausgegriffen.

Da gibt es zum einen das MSC Label, Marine Stewardship Council, es soll auf internationaler Ebene zur Nachhaltigkeit verhelfen und zeigt uns, dass die ökologischen Standards weitestgehend eingehalten werden.

Dann haben wir noch das Aquakultur Stewardship Council, ASC Label, dieses Label definiert bei Aquakulturen die dort herrschenden Standards von der Herkunft des Fischfutters, über die Wasserqualität bis hin zu der Bestandsdichte der Fische in den Becken.

Auch das Label Frends of the Sea, es zertifiziert Wild- und Zuchtfische. Laut einer Studie des Geomar Instituts werden die Fische mit diesem Label tatsächlich nachhaltig gefangen. Das Sigel hat auch vergleichsweise strenge Standards.

Die beiden Label Naturland und Bioland haben sehr strenge Richtlinien. Naturland zum Beispiel achtet bei der Vergabe, der Label darauf ob die weltgerechten Fangmetoden eingehalten werden. Des Weiteren spielt der Erhalt von Ökosystemen und die natürliche Fortpflanzung eine große Rolle. Das Bioland Label zertifiziert nur Friedfische, die sich von natürlich wachsenden Futter ernähren, wie Pflanzen die dort in den Teichen wachsen.

Es gibt auch verschiedenste Ratgeber, die einen helfen einen Überblick zu bekommen, welcher Fisch am besten gekauft werden sollte, oder wie man mithilfe der Siegel, ökologischer einkaufen kann. Da wir uns im digitalen Zeitalter befinden, gibt es auch hilfreiche Apps zum Beispiel von Greenpeace oder dem WWF, die einen ausführlich mithilfe des Handys beim Einkauf beraten.

Ein weiterer Punkt ist, geht mal was Kaput, muss man es nicht gleich wegschmeißen, ein gutes Beispiel ist das Repair Café, wo es so schön heißt, Reparieren anstatt wegwerfen. Dort wird versucht beschädigte Produkte noch zu reparieren, bevor sie im Müll landen.

Jeder sollte sich des Öfteren fragen, muss ich wirklich immer das neuste Gerät, besitzen wie z. B. das neuste Handy? Ich persönlich kann das nicht nachvollziehen. Warum soll ich immer das neuste Handy haben, das alte tut es doch auch noch, oder nicht? Wenn ich das alte noch benutze, bin ich dann out oder was? Eigentlich sind Handys eine tolle Sache und sollten unser Leben erleichtern, aber nicht immer (was die ständige Erreichbarkeit angeht).

Repair Cafe wird von handwerker gezeigt konzept

Teilweise machen wir uns zum Sklaven unseres Handys, wir bekommen schon ein schlechtes Gewissen, wenn wir mal nicht erreichbar sind. Auch interessant, die Zeit die wir mit dem Handy verbringen, könnten wir auch sinnvoller nutzen. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Was auch eine Tolle Sache ist, sind die Tauschboxen oder auch Give-Boxen, dort kann man etwas Gebrauchtes hinbringen z. B. ein Pulli und sich wieder kostenlos was mitnehmen. Das spart Ressourcen und schont die Umwelt und indirekt die Ozeane.

Im Bereich der Energie können wir auch was ändern. Das Meer hat mehr natürliche und unerschöpfliche Ressourcen zu bieten als wir uns vorstellen können. Zum Beispiel Strom aus Mond und Meer, nämlich mit Gezeitenkraftwerke. Sie nutzen die mechanische Energie von Ebbe und Flut. Es gibt bis zu 100 mögliche Standorte allein bei uns in Europa, doch auch diese Bauwerke sind ohne ökologische Kosten nicht umsetzbar, aber eine gute Alternative zu Kohle, Gas oder Atomenergie.

Besser geeignet und umweltschonender sind die Strömungskraftwerke, sie funktionieren fast nach dem gleichen Prinzip wie die Windkraftanlagen, nur eben Unterwasser. Diese Anlagen nutzen die kontinuierlichen Strömungen in den Meeren durch die Gezeiten. Es gibt schon einige Pilotanlagen die wirklich gut funktionieren.

Der Vorteil im Vergleich zu den Windkraftanlagen ist, dass im Wasser mehr Bewegungsenergie pro Kubikmeter steckt als in der Luft. So schafft ein Unterwasserrotor mehr Leistung als ein Windrad. Hinzu kommt, dass es sich aufgrund der Verhältnisse langsamer dreht als die Anlagen über Wasser, was wiederum keine Gefahr für Meerestiere bedeutet.

Das Projekt SeaGen vor der nordirischen Küste ist bisher das leistungsstärkste Strömungskraftwerk der Welt. Es werden ca. 1,2 Megawatt Leistung durch diese Form gewonnen und versorgt bis zu 800 Haushalte mit Strom.

Der Vorteil bei dieser Anlage ist, dass die Rotoren so konzipiert sind, dass sie bei ablaufenden sowie bei auflaufendem Wasser Strom erzeugen. Für solche Kraftwerke rechnen Experten mit einem weltweiten Potenzial von rund 1.500 Milliarden KW Stunden, es entspricht einer Leistung von mehreren Hundert Kernkraftwerken. Diese Kraftwerke könnten die Energieprobleme der Zukunft lösen.

Wellenkraftwerke sind auch schon im Bau sowie in der Testphase, um aus den unendlichen Ressourcen die uns die Meere bieten, Energie zu gewinnen. Der Mensch hat heute das Wissen, die technischen Möglichkeiten und Fähigkeiten, dieses auch umzusetzen. Also auf was warten wir noch?

Wie man sieht, es gibt so einige Lösungsvorschläge und Lösungen, wir müssen nur den Mut haben diese umzusetzen und aus unseren alten eingefahrenen Verhaltensmustern ausbrechen und die neuen Möglichkeiten ausprobieren. Die Technik ist so weit fortgeschritten, nun geht es darum sie ein und umzusetzen und die Gegebenheiten, die uns von der Natur gegeben wurden, auch zu nutzen.

 Denn, es ist nie zu spät für einen Neuanfang!