Plastikauffangschiff

Unter dem Projekt „Plastikauffangschiff(e)“ ist zu verstehen, dass wir mit Hilfe von Schiffen, die Flut an Plastikmüll in den Ozeanen reduzieren wollen. Erst war die Idee, den Plastikmüll in den Müllstrudeln zu beseitigen. Aber wir haben uns dann doch anders entschieden. Zum Glück gibt es schon einige Projekte, die sich dem Problem annehmen. Ein gutes Beispiel ist dass „Ocean Clean Up“, dass einen Großteil des Plastikmülls in den Meeren entfernen will. Eine ganz tolle Sache.

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Mit unserem Projekt wollen wir verhindern, dass der Plastikmüll überhaupt erst in die Ozeane kommt. Wir wollen die Ursache bekämpfen, damit kein neuer Plastikmüll überhaupt in die Meere gelangt.

Unsere Plastikauffangschiffe bestehen aus alten Fischerbooten, die zu genüge, an den Küsten existieren. Warum? Weil Jahre lang fischten, und fischen die großen Supertrawler die Küstenregionen leer, ohne Rücksicht auf Verluste. Das Resultat davon ist, dass die einheimischen Fischer in ihrer Existenz bedroht sind. Sie fangen nichts mehr, haben keine Perspektiven und können ihre Familien nicht mehr ernähren.

Was bleibt ihnen übrig? Entweder sie werden kriminell und kapern zum Beispiel Schiffe oder sie verlassen ihre Heimat. Wenn sie aber zum Flüchtling werden, dann nehmen sie bestimmt die lange Reise nicht einfach so auf sich, sondern das hat seinen Grund, denn was bleibt ihnen übrig, wenn sie bleiben? Sterben muss ich so oder so, dass ist von vielen Flüchtlingen leider der Grundgedanke. Also begeben sie sich notgedrungen auf eine ungewisse Reise. Wie diese Reise endet, brauchen wir wohl nicht weiter zu erläutern. Wir denken jeder hat schon genug Bilder davon im TV oder in der Zeitungen gesehen. Jedes Menschenleben, was verloren geht, ist eines zu viel.

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Kommen wir zurück zu den Fischerbooten. Wir brauchen sie nicht erst teuer umbauen, wir brauchen auch keine Hightech Ausrüstung. Nein, wir nehmen das, was wir haben. Die Fischer fahren nicht mehr raus zum Fischen, nein, sie fahren raus zum Plastikfischen. Die Küsten und Flussdeltas, sowie die schwerpunktreichsten Abschnitte, werden wir als erstes in Angriff nehmen. Der Plastikmüll wird zentral gesammelt, sortiert und in Ballen gepresst.

Die Plastikballen sollen in einer regionalen Fabrik wiederverwertet und recycelt werden, zu den verschiedensten Stoffen. Der Vorteil dabei ist, es gibt keine Verlierer. Die Menschen vor Ort bekommen eine Perspektive, eine neue Chance ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie müssen sich nicht auf die Flucht begeben und sie haben einen Job.

Durch die Weiterverarbeitung und das Recycling, welches wiederum die natürlichen Rohstoffe schont, können langlebige Materialien produziert werden. Die Menschen vor Ort profitieren durch faire Bezahlung und nicht durch Ausbeutung. Sie brauchen zudem ihre Heimat nicht zu verlassen oder zum Flüchtling werden.