Alternativen zu Plastik im Alltag

In diesem Thema befassen wir uns mit Alternativen zu Plastik im Alltag, und zeigen dir ein paar Tipps, wie es auch anders geht. Es ist gar nicht schwer, auf Plastik zu verzichten, es gibt jede Menge Alternativen. Manchmal braucht man nur ein wenig umdenken.

Die meisten von uns haben die Ansicht und sagen, was kann ich den schon tun, ich kann doch sowieso nichts ändern. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Jeder Einzelne von uns kann was ändern, allein mit seiner persönlichen Entscheidung. Es sind meist zwar nur kleine Schritte aber mit großer Wirkung.

Hier geben wir ein paar Tipps weiter die wir persönlich ausprobiert und umgesetzt haben. Wir haben die Alternativen in verschiedene Kategorien eingeteilt, somit kann sich jeder selbst aussuchen, was ihn interessiert.

Wir wollen niemanden belehren oder vorschreiben, wie er zu leben hat, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir geben nur Tipps, wie man es aus unserer Sicht anders machen könnte, und gleichzeitig mit kleinen Schritten einen großen Beitrag zum Schutze der Ozeane und dessen marinen Lebens leistet.

Fangen wir mit Kosmetik an

 

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Shampoo

Versuche doch mal, anstatt das handelsübliche Duschgel oder Shampoo zu benutzen, auf Seife umzusteigen. Ich persönlich bin schon lange auf Seife umgestiegen. Mich störten immer wieder, die vielen lehren Shampoodosen, die nur wenige Tage ihren Zweck erfüllten und spätestens nach einer Woche im gelben Sack landeten. (Von den Inhaltsstoffen gar nicht erst zu sprechen) Wenn man die ganzen Plastikdosen auf eine fünfköpfige Familie hochrechnet, kommt schon eine Menge zusammen.

Körperseife oder Naturseife gibt es in den verschiedensten Variationen, eigentlich für jeden das Passende dabei. Nicht nur, dass du dadurch jede Menge Plastikmüll einsparst, nein es gibt auch noch einen positiven Nebeneffekt. Denn die Inhaltsstoffe der Seife sind hautverträglicher, gesünder und sie setzen kein Mikroplastik frei, welches oft als Füllmittel in Shampoo oder in Peelings verwendet wird.

Zahnpasta

Eine gute Alternative zu der herkömmlichen Zahnpasta ist Kokosfett. Ja richtig gelesen Kokosfett, es gibt Kokosfett in kleinen Schraubgläsern, die in jedem gut sortierten Drogeriemarkt zu finden sind. Kokosfett reinigt nicht nur wunderbar die Zähne, sondern schont auch das Zahnfleisch. Des Weiteren ist es frei von Zusatzstoffen wie z. B. dem giftigen Fluorid und ebenfalls frei von Mikroplastik.

Zahnbürsten

Eine gute Zahnbürste muss nicht teuer sein und schon gar nicht aus Kunststoff. Wir benutzen schon seit gut zwei Jahren Zahnbürsten aus Bambus. Sie werden zu 100 % aus Bambus hergestellt und sind biologisch abbaubar und putzen genau so gut wie die Plastikzahnbürsten. Auch die Borsten sind rein natürlich, sie sind aus Bambusfasern und schonen somit noch das Zahnfleisch.

Abschminken

Viele Frauen benutzen zum Abschminken herkömmliche Creme, dessen Inhaltsstoffe oft fragwürdig sind. Eine gute Alternative ist Kokosnussöl. Das Öl auf ein Pad auftragen und im Gesicht verteilen, kurz einziehen lassen und dann das Gesicht mit einem weichen Tuch abwischen, fertig.

Kosmetika

Wer nicht auf Kosmetika verzichten will, kann auch Kosmetik in Bambusbehältern von der Firma Zao kaufen oder einfach Naturkosmetik benutzen.

Deo 

Wer kennt es nicht, wenn man schwitzt, kann es durchaus vorkommen, dass man unangenehm riecht. Die meisten Deoroller sind aus Plastik und vielen Deos werden Aluminiumsalze oder Zink hinzugefügt, um den Geruch zu unterbinden. Doch auch hier gibt es Abhilfe. Eine gute Alternative ist es, Deos selber zu machen.

Ganz einfach mit Natron. Etwas Natron mit Wasser mischen und wer mag, kann ein wenig natürliches Duftöl dazugeben. Das Ganze gut durchmischen und fertig. Ab in den Zerstäuber und wie normales Deo auftragen oder in kleine Fläschchen abfüllen, und wie Rasierwasser unter die Arme auftragen, trocknen lassen, fertig.

Creme

Anstatt herkömmliche Creme zu benutzen, funktioniert es auch mit Olivenöl oder Jojobaöl. Einfach dünn auf die Haut auftragen und einziehen lassen. Eine gute Alternative zu herkömmlichen Creme. Dadurch vermeidest du nicht nur Plastikverpackungen, sondern schonst auch deine Gesundheit. Hinzu kommt, die Öle bestehen aus reinen Naturmaterialien ohne irgendwelche chemischen Zusatzstoffe.

Taschentücher

Eine gute Alternative zu den normalen Taschentüchern in der Plastikverpackung sind Taschentücher im Pappkarton. Oder man benutzt die alt bekannten Stofftaschentücher, die bei 95 Grad waschbar sind, um Keime und Vieren abzutöten.

Naturkosmetik

Eine prima Alternative sind Kosmetikprodukte von der Firma Alterra, sie verzichten nämlich auf Mikroplastik und so gut wie, auf jede chemische Beimischung. Die Kosmetik gibt es in gut sortierten Drogeriemärkten.

Auch in Reformhäusern und im Internet gibt es eine Vielzahl von Naturkosmetik.

Wattestäbchen

Nehme anstatt der handelsüblichen Wattestäbchen doch einfach ein Schaschlikspieß aus Holz und etwas Watte. Drehe die Watte mit den Fingern einfach auf das Stäbchen, schon ist dein Wattestäbchen fertig. Nach dem Gebrauch die Watte nur abziehen und im Restmüll entsorgen. Das Holzstäbchen ist mehrmals wiederverwendbar.

! Aber bitte nur die stumpfe Seite des Holzstäbchens benutzen, nicht die spitze Seite. Es besteht sonst eine sehr hohe Verletzungsgefahr bis hin zu Hörschäden. Besser ist es die Spitze gleich mit abzuschneiden, um so etwas zu vermeiden!

Reiniger

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Badreiniger

Normale Badreiniger oder Reiniger allgemein werden auf chemische Basis hergestellt und belasten somit die Umwelt. Auch gibt es jede Menge verschiedenste Reiniger, und mitunter verlieren wir schon mal schnell den Überblick. Jedes Produkt soll dazu noch besser sein als das andere. Teilweise echt verwirrend.

Eine gute Alternative ist, Reinigungsmittel selbst herzustellen, zum Beispiel mit Maisstärke und Wasser. Was werden jetzt viele denken, das soll funktionieren? Kurz und knapp, ja.

Maisstärke gibt es in jedem Supermarkt und die meisten von uns haben es in der Küche zu Hause. Etwas Maisstärke einfach mit kaltem Wasser mischen und in eine alte gebrauchte gut gesäuberte Sprühflasche füllen. Vor Gebrauch gut schütteln und die Dusche, die Wanne oder das Waschbecken damit einsprühen und kurz einwirken lassen.

Danach mit einem feuchten Schwamm abreiben und mit warmem Wasser nachspülen, fertig. Der Trick ist, dass die Maisstärke den Schmutz bindet. Eine super 100 % natürliche Alternative im Gegensatz zu den scharfen Reinigern.

Oder auf die alten Hausmittel von früher zurückgreifen, frage doch mal deine Großeltern, die ein oder anderen werden noch so einige Hausmittel von früher kennen, die wirklich gut funktionieren.

Fleckenentferner für Sofa und Matratzen

Hier ist die Maisstärke genau so gut wie herkömmliche Reiniger. Maisstärke einfach auf die schmutzige Stelle streuen anfeuchten, einreiben und gut trocknen lassen. Später die Stelle mit einem Staubsauger absaugen, fertig. Auch hier bindet die Maisstärke wieder den Schmutz.

Fensterreiniger

Schmutzige Fenster werden mit warmem Wasser und einem Schuss Essig, blitze blank. Die Fenster mit Essigwasser und einem Lappen einschmieren und danach mit einem Fensterabzieher abziehen, fertig. Gegebenenfalls mit einem weichen Schwamm leicht schrubben, falls die Verschmutzung etwas intensiver sein sollte. Durch Essig, wird Schmutz und Kalk entfernt.

So gehören Streifen auch der Vergangenheit an, genau wie Wasserflecken. Alles nur mit rein natürlichen Inhaltsstoffen, das schont die Umwelt, deine Hände und das Fenstermaterial. Obendrein sparst du dadurch unnötigen Verpackungsmüll und schonst deinen Geldbeutel.

Allzweckreiniger

Als Allzweckreiniger eignet sich Natron mit Wasser, beides Zusammenrühren und fertig. Einfach auf die schmutzigen Stellen auftragen, kurz einwirken lassen und mit einem Lappen abreiben. Danach mit klarem Wasser abspülen oder mit einem feuchten Tuch nachwischen. Ein einfaches Mittel gegen Schmutz. Ganz ohne chemische Lösungsmittel, die teilweise in den Augen brennen und unsere Hände oder Atemwege angreifen.

Meine Erfahrung hat auch gezeigt, dass Natron sogar Rostflecken bis zu einem gewissen Grad entfernen kann. Einfach etwas stärker dosiert auf die Roststellen auftragen und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag mit klarem Wasser abspülen, gegebenenfalls noch mit einem Schwamm oder Tuch abwischen und fertig, auch ganz ohne Chemie.

Auch Essig ist ein guter Allzweckreiniger, er eignet sich gut gegen Kalk und sonstige Verschmutzungen, doch hier ist Vorsicht geboten. Je nachdem, wie stark der Essig konzentriert ist, was die Prozentzahl angeht, 5 %, 10 %, 20 %, 40 % kann es bei falscher Handhabe zu Verätzungen der Atemwege oder der Augen führen. !Daher bitte Achtung beim Umgang mit Essig. Ganz wichtig ist, von Kindern fernhalten und nicht in der Nähe von Kindern damit Reinigen!

Zitronensäure, ist auch ein altes bekanntes Hausmittel, welches sich gut als Allzweckreiniger oder Antikalkmittel einsetzen lässt. Wer den Geruch von Essig nicht mag, kann gut und gerne auf die Zitronensäure zurückgreifen. Zitronensäure reinigt genauso gut, wie jeder andere herkömmliche Allzweckreiniger auch.

Nur das diese Variante viel gesünder für uns und das Material ist. Zitronen gibt es auf jedem Wochenmarkt oder im Supermarkt zu kaufen. Zum reinigen einfach die Zitrone pressen und den Saft wie normalen Reiniger benutzen. Alternativ kann man aber auch Zitronensäure in flüssiger Form in Flaschen oder als Pulver in einigen Supermärkten oder Drogeriemärkten käuflich erwerben, welches sich aber genauso gut eignet, wie die normale Zitrone. ! Aber hier bitte vor Gebrauch testen ob das Material, welches gereinigt werden soll, nicht durch den Zitronensaft angegriffen wird!

Reinigungstücher

Zur Reinigung im Haushalt empfiehlt sich, der alt bewerte Waschlappen aus Baumwolle, anstatt der herkömmliche Schwamm, aus Kunststoff. Die Waschlappen aus Baumwolle haben eine hohe Lebenserwartung und man kann sie bequem mit in die Kochwäsche geben und so mehrmals wiederverwenden. Baumwolllappen halten auch Waschgänge mit Temperaturen von 90 Grad aus, um Bakterien, die sich im Lappen gegebenenfalls angesammelt haben, abzutöten.

Wenn du aber auf keinen Schwamm verzichten möchtest, kannst du Naturschwämme benutzen.

Eine weitere Möglichkeit sind Abwaschbürsten aus Holz, mit Naturfasern oder echten Borsten. Diese haben einen hohen Reinigungseffekt und halten auch relativ lange. Sie werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und sind hygienischer, als man meinen würde.

Waschmittel

Wer nicht auf Waschmittel verzichten möchte, sollte der Umwelt zu liebe, Waschpulver im Pappkarton kaufen. Aber auch bei Waschmittel gibt es so einige Alternativen, wie zum Beispiel die Waschnüsse vom Waschnussbaum. Ja richtig gelesen, es gibt einen Waschnussbaum, der im asiatischen Raum wächst. Dieser Baum trägt Früchte, die zum Waschen von Wäsche benutzt werden können. In Indien und großen Teilen Chinas werden diese Früchte schon seit Ewigkeiten zum Waschen benutzt. Bei uns gibt es die Waschnüsse fast in jedem Reformhaus zu kaufen oder im Internet zu bestellen, teilweise auch im Afrikashop.

Behältnisse

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Brotdosen

Wer kennt nicht die gute alte Brotdose. Wer Kinder hat, der weiß sie zu schätzen, oder wer sie täglich mit zur Arbeit nimmt, der auch. Zu 95 % bestehen unsere Brotdosen aber aus Plastik, weil sie, so könnte man meinen, unzerstörbar sind und eine hohe Lebenserwartung vorweisen. Aber hast du die Sache schon mal hinterfragt, worin du täglich dein Essen aufbewahrst? Mache mal einen kleinen Test, lege deine Brotdose für einige Zeit geschlossen in die Sonne, danach öffne sie wieder und du wirst sehen, was ich meine oder besser gesagt riechen, was ich meine.

Dir wird womöglich ein komischer Geruch auffallen, der wie durch ein Wunder entstanden ist, das sind nämlich die Weichmacher, die im Plastik enthalten sind und sich jetzt durch die Hitze noch schneller aus dem Plastik lösen als bei normalen Temperaturen. Diese Dämpfe ziehen im Normalfall auch in dein Pausenbrot, nur das du es nicht so schnell mitbekommst oder schmeckst. Aber wie heißt es so schön, die Dosis macht das Gift.

Das sogenannte BPA (Bisphenol A) und die Phthalate (Weichmacher in Plastik, damit es formbar und elastisch bleibt) werden seit Langem für die Herstellung von PVC verwendet und stehen im Verdacht, Krebs sowie Unfruchtbarkeit bei Männern auszulösen.  Durch den Kontakt von Lebensmitteln mit Plastik, nehmen wir nun diese giftigen Inhaltsstoffe auch in uns auf, wo sie unseren Organismus schädigen können.  Na dann mal, guten Appetit.

Eine Alternative zur Brotdose aus Plastik ist eine Dose oder ein Behältnis aus Edelstahl. Diese Behälter haben ebenfalls eine hohe Lebenserwartung und geben dazu keine chemischen Stoffe an den Inhalt ab. Sie werden mit der Zeit auch nicht spröde oder rissig und lassen sich sehr leicht reinigen. Eigentlich sind sie unverwüstbar.

Eine weitere Möglichkeit sind Schraubgläser oder Bügelgläser. Wenn du zum Beispiel Lebensmittel im Glas kaufst, brauchst du sie nicht gleich wegzuwerfen, sondern kannst sie als Aufbewahrungsbox benutzen. Sie lassen sich nicht nur gut reinigen, sondern sind auch hygienisch und gesünder als die aus Plastik.

Kaffeebecher

Wer kennt es nicht, eben mal schnell einen Kaffee zum Mitnehmen kaufen für unterwegs. Das Problem dabei ist aber, die meisten Einwegbecher sind aus Plastik hergestellt. Dazu kommt, einmal benutzt werden sie auch gleich wieder weggeworfen. Versuche es doch mal mit deinen eigenen Coffee-to-go Becher, kaufe dir einen und benutze den immer wieder. Die meisten Verkaufsstellen akzeptieren bereits die selbst mitgebrachten Kaffeebecher.

Lebensmittel

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Obst & Gemüse

Wenn du Obst oder Gemüse kaufst, bieten sich die Wochenmärkte an, wo es die Ware lose ohne Verpackung zu kaufen gibt. Oder bringe gleich deine eigenen Taschen oder Behälter mit.

Im Supermarkt gibt es auch teilweise loses Obst und Gemüse zu kaufen, oder bringe deine eigenen Papiertüten mit und bezahlt das Obst und Gemüse so an der Kasse. Aber aufgepasst nicht jeder Supermarkt erlaubt diese Methode. Wenn du dir nicht ganz sicher bist, frage einfach vorher beim Personal nach. Es geht auch teilweise so, dass du die Waren lose aufs Band legst und später nach dem wiegen, an der Kasse  wieder in deine Papiertüten einpackst.

Unverpackte Läden sind natürlich auch eine Möglichkeit.

Getränke

Wenn du Getränke kaufst, egal ob nun Wasser, Fruchtsaft oder Softgetränke, sind Glasflaschen die Alternative schlecht hin. OK sie sind zwar schwerer zu transportieren aber bedeutend gesünder als Getränke in Plastikflaschen. Du schonst dadurch nicht nur die Umwelt, sondern auch deine Gesundheit.

Joghurt

Joghurt im Glas ist auch eine gute Alternative zum Plastikbecher. Nicht nur das er gesünder ist, sondern in den meisten Fällen auch noch besser schmeckt.

Oder mache deinen Joghurt doch einfach selbst. Die Zubereitung dauert meist nicht länger als fünf Minuten, danach muss der Joghurt eine gewisse Zeit bei bestimmter Temperatur ruhen, und am nächsten Tag ist der Joghurt fertig. Tipps gibt es auf den verschiedensten Portalen im Internet.

Nudeln

Nudeln werden meistens auch nur in Plastikverpackungen angeboten. Die Auswahl kann einem schon leicht überfordern. Aber auch hier gibt es Alternativen, es gibt Verpackungen, die nur aus Pappe bestehen. Eine Marke ist zum Beispiel Barilla, sie bieten die Nudeln auch im Pappkarton an.

Die leeren Pappkartons brauchst du auch nicht gleich wegschmeißen, denn sie können auch zum Einfrieren von Obst oder Gemüse verwendet werden, anstatt die alt bekannten Gefrierbeutel aus Plastik.

Auch bei Tiefkühlware gibt es Verpackungen aus Karton anstatt den Plastikbeutel. Aber schaue vorher gut, ob die Kartons von innen nicht mit Plastik beschichtet wurden.

Ketchup, Majo & Senf

Ketchup, Mayo, Senf, auch diese Produkte gibt es in Glasflaschen zu kaufen. Meistens schmecken sie auch noch dazu besser als die Konkurrenz aus der Plastikbuddel. Auch hier gilt wieder, umso fetthaltiger ein Produkt ist, umso mehr giftige Stoffe lösen sich aus der Plastikverpackung.

Fleisch & Wurst

Wenn du Fleisch kaufst, gibt es eine Alternative, der Gang zum Metzger oder der Gang auf den Wochenmarkt, dort gibt es Fleisch in gering bis zu gar keiner Plastikverpackung zu kaufen. Frage doch deinen Metzger mal, ob er die Wurst oder das Fleisch nicht in Butterbrotpapier oder in deine mitgebrachten Behälter einpackt. Vielleicht geht da ja was? Der ein oder andere macht es bereits.

Käse

Das gleiche gilt für Käse und Käseprodukte. Käseprodukte, Joghurt oder Quark kannst du, wenn die Möglichkeit besteht, auch gleich direkt bei der Molkerei kaufen. Die Molkereiprodukte gibt es meistens auch in großen Gebinden zu kaufen. Dabei sparst du auch wieder eine Menge Verpackungsmüll. In einigen Molkereien wird die Ware auch in die selbst mitgebrachten Behälter abgefüllt. Einfach mal fragen.

Marmelade

Marmelade oder Konfitüren gibt es alternativ auch im Glas, was wiederum besser für den Geschmack und deine Gesundheit ist. Oder mach deine Marmelade einfach selber, dann weißt du auch, was im Glas ist, und es macht noch eine Menge Spaß.

Kaffeekapseln

Kaffeekapseln gibt es in Hülle und Fülle, dabei sind sie für die Umwelt nicht gerade gut geeignet. Ein Grund ist der Abbau der Rohstoffe für diese Kapseln, der andere Punkt ist der hohe Energieaufwand für die Produktion dieser Kapseln und nach einmaliger Benutzung landen die Kapseln wieder im Müll. Besser ist den Kaffee ganz normal entweder in der Kaffeemaschine oder direkt in der Tasse oder Kanne aufzubrühen. Den Unterschied wirst du schmecken.

Kaffeesahne

Kaffeesahne gibt es auch in Glasflaschen von einigen Anbietern.

Milch

Milch in Glasflaschen ist gesünder als Milch im Tetrapack. Wenn du die Möglichkeit hast, dann kaufe Milch an einem Milchabfüllautomaten. Einige Bauern bieten diesen Service schon an. Dort kannst du mit deinen eigenen Flaschen die Milch direkt am Automaten abfüllen, oder kaufst dort die Glasflaschen und füllst dann die Milch ab. Auch einige Supermärkte bieten bereits diese Variante an.

Brot

Wenn du Brot kaufst, frage ob das Brot in einer Papiertüte oder in Papier eingepackt werden kann anstatt in der handelsüblichen Plastiktüte, oder bringe deinen eigenen Brotbeutel mit und lassen es damit einpacken. Zu Hause das Brot am besten in einem Brottopf lagern, dort hält es sich länger und schimmelt auch nicht so schnell. Oder backe dein Brot gleich selbst.

Öle

Öle im Glas sind zwar etwas schwerer zu transportieren, aber der Aufwand lohnt sich. Denn so fettiger oder ölhaltiger ein Produkt ist, umso mehr giftige Stoffe können sich aus der Plastikverpackung lösen.

Bei vielen Lebensmitteln lohnt es sich schon mal etwas genauer auf die Verpackung zu achten, es gibt schon so einige Alternativen, zwar noch nicht genug, aber es gibt sie.

 

Küche

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Besteck / Kochbesteck

Besteck und Kochlöffel aus Holz oder Edelstahl sind auch eine gute Alternative zu Plastik oder Silikon und zu dem noch gesünder.

Wenn du grillst, benutze anstatt Plastikbesteck doch einfach normales Besteck. Machst du eine Party, dann frage doch deine Gäste, ob sie nicht ihr eigenes Geschirr mitbringen können, dann hast du auch gleich weniger Abfall und schonst noch die Umwelt. Somit kannst du auf das übliche Plastikgeschirr, Plastikbesteck oder die Pappteller, die mit Plastik beschichtet sind, einfach verzichten.

Wasserkocher

Wasserkocher aus Keramik oder Edelstahl sind eine gute Alternative zu Wasserkocher aus Plastik. Einmal ausprobiert und du wirst den Unterschied schmecken. Oder einfach auf den alten Wasserkessel aus Edelstahl umsteigen. Das Kochen dauert zwar einige Minuten länger, aber der bessere Geschmack macht das wieder wett.

Feuerzeug

Anstatt das normale Feuerzeug, eignen sich auch Streichhölzer.

Trinkflaschen

Plastikfreie Trinkflaschen wie zum Beispiel aus Edelstahl sind auch wieder eine gute Alternative. Aber bitte darauf achten, dass sie von innen nicht mit Plastik oder Flammschutzmittel beschichtet wurden. Am besten reine Edelstahlflaschen nehmen zum Beispiel wie die von Klean Kanteen. Glasflaschen eignen sich hier aber auch sehr gut nur das die Glasflaschen unter Umständen, schneller kaputt gehen können.

Schneidebretter

Wenn du dich in deiner Küche so umschaust, wird dir schnell auffallen, dass die Schneidebretter zum Bearbeiten der Lebensmittel meist aus Plastik bestehen. Viele meinen, dass die Schneidebretter aus Plastik hygienischer sind als die aus Holz. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Zugegeben, Bakterien haben es hier schwerer sich auf Plastikoberflächen zu vermehren. Aber hast du dir dein Schneidebrett nach mehrmaliger Benutzung mal etwas genau angeschaut? Du wirst dort sehen das sich kleine Plastikfasern vom Brett gelöst haben, was ja schon mal vorkommen kann beim Schneiden der Lebensmittel.

Diese kleinen Plastikteile könnten aber unter Umständen an deinen Lebensmitteln kleben bleiben und im schlimmsten Fall durch die Nahrung auf den Brettern wieder mit aufgenommen werden.

Besser sind hier Schneidebretter aus Stein, Marmor, Bambus oder aus Holz. Nach dem Gebrauch gleich mit kochendem Wasser übergießen, um gegebenenfalls Bakterien oder Keime abzutöten. Danach ganz normal reinigen oder in die Spülmaschine geben.

Haushalt

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Elektrogeräte

Wenn eines deiner Elektrogeräte kaputt gehen sollte, dann gebe es doch mal in einem Repair Café ab und lasse es dort checken. Entsorgen kannst du es immer noch (leider). Meistens sind es nur kleine Handgriffe oder Ersatzteile, die ausgetauscht werden müssen und das Gerät läuft wieder.

Oder schaue mal im Internet nach Lösungsvorschlägen oder ob jemand eine Lösung für dein Problem weiß, meistens gibt es tausend Antworten und Hilfestellungen sowie Tricks und Tipps, und im besten Fall läuft das Gerät wieder.

Batterien

Jeder kennt sie, jeder hat sie und jeder braucht sie. Die meisten Batterien haben aber leider nur eine kurze Lebensdauer und halten dementsprechend auch nicht lange. Wenn man sich mal die Menge überlegt, die eine kleine Familie im Jahr so verbraucht ist es schon erschreckend.

Und wo landen die alten Batterien, meistens im Restmüll. Besser ist, du gibst die Batterien in Sammelboxen beim Supermarkt wieder ab, das ist sogar kostenlos oder du hast die Möglichkeit, die alten Batterien zu Hause in einem sicheren Behälter zu sammeln und dann auf dem Wertstoffhof wieder abzugeben. Im ländlichem Raum kommt je nach Gemeinde, ein bis zweimal im Jahr der Wertstoffwagen in den Ort, wo du dann deine alten Batterien, Farbeimer, giftigen Stoffe oder Energiesparlampen usw. dort kostenfrei abgeben kannst.

Die bessere Alternative ist natürlich, wiederaufladbare Batterien zu besorgen. Ok sie sind in der Anschaffung anfangs etwas teurer, aber am Ende rechnet sich ihr Gebrauch, weil du nicht immer wieder neue Batterien kaufen musst, sondern sie nur wieder auflädst.

Müllbeutel

Fast alle Müllbeutel bestehen aus Plastik oder recycelten Plastik. Aber es geht auch hier anders, nämlich mit Müllbeuteln, die aus Maisstärke hergestellt werden.

Dies sind aber nur einige Tipps, was du machen kannst, um Plastik zu vermeiden. Es gibt noch eine Vielzahl von Alternativen, die es auszuschöpfen gibt, diese alle hier aufzuzählen würde aber den Rahmen sprengen. Auch das meist verwendete Argument, ich muss ja auf etwas verzichten, wenn ich kein Plastik benutze, wird hier somit entkräftet. Keiner muss auf irgendetwas verzichten, man muss nur mit offenen Augen durchs Leben gehen und öfters mal umdenken.

Ihr Team von New Ocean Projects